Samhain - Allerheiligen das Ahnenfest

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Samhain – ist das keltische Silvester, das Hexenneujahr oder das amerikanisierte Halloween, dessen Name sich von „all Hallows eve“, was soviel wie Allerheiligen bedeutet, ableitet. Samhain ist das Fest der Ahnen, der Verstorbenen, des ungeborenen Lebens, der Wesen aus anderen Welten, des Orakelns und des Jahreswechsels. Das alte Jahr wird beendet, ein neues Jahr beginnt. Nur durch den Tod kann neues Leben entstehen – und so steht gerade das Fest Samhain für den ewigen Kreislauf des Lebens.
Samhain ist das Fest des Rückzugs und der Stille. Der Sommer ist vorbei, die Ernte längst eingebracht und das Leben im Außen verliert mehr und mehr an Bedeutung. Es ist eine sehr düstere Zeit. Die Tage werden immer kürzer, die vielfältigen Herbstfarben und das pralle Leben verblassen allmählich. Die Themen Sterben und Tod treten in den Vordergrund und sind, wie zu kaum einer anderen Jahreszeit, sichtbar, greifbar und spürbar. Es ist Zeit, uns in die warme Stube zurückzuziehen und nach innen zu schauen.

Das vergangene Jahr wird rückblickend betrachtet - Altes darf losgelassen werden und zugleich darf der Same, der im kommenden Jahr aufgehen soll, und zur Wintersonnenwende geboren wird, gesät werden.

Wir schöpfen unsere Kraft aus der Stille und aus der Besinnung der eigenen Wurzeln, indem wir unseren Ahnen gedenken, mit ihnen sprechen, sie um Rat fragen und auch ihren Segen und Schutz fürs kommende Jahr erbitten. Der Schleier zu den Anderswelten ist jetzt so dünn, dass wir besonders leicht Kontakt zu Wesen aus der Anderswelt aufnehmen können. Wenn sich die Nebel heben, finden wir Menschen die Eingänge zu den Welten der Elfen und Feen. Früher war die Zeit nach Samhain diejenige, in der die Leute vorwiegend im Haus blieben. Es ist eine stille, tote und kalte Zeit. Die Natur stirbt langsam ab, Mutter Erde zieht sich zurück und begibt sich für einige Zeit zur Ruhe.

Die Natur

Noch leuchtet die Natur in vielen wunderbaren Herbstfarben. Die Blätter der Bäume verfärben sich. Astern, Chrysanthemen, und Erika gehören zu den letzten blühenden Pflanzen des Jahres. Einige Sträucher tragen jetzt wertvolle Früchte, die sowohl uns Menschen, als auch das Tierreich mit wichtigen Vitaminen versorgen. So leuchten die roten Früchte der Hagebutten, Eiben und Ebereschen und die blauen Früchte der Schlehen in den Wäldern und an den Waldrändern. Überhaupt dominieren im Herbst die warmen Farben, wie rot, gelb, orange, braun und grün. Wenn die Sonne scheint erstrahlt die herbstliche Welt in sanftem und goldenem Licht. Andererseits zeigt sich der Herbst aber auch von seiner düsteren Seite. Die Tage sind bereits sehr kurz. Dunkelheit, Kälte, Nässe und Nebel kehren immer häufig ein und gehören zum herbstlichen Alltag. Der Höhepunkt des prachtvollen und farbenfrohen Herbstes ist längst überschritten und es ist unverkennbar, dass in der Natur allmählich das Absterben und Zurückziehen in die Erde begonnen hat. Die Bäume verlieren ihre Blätter uns stellen die Wasseraufnahme über die Wurzeln ein, die Waldtiere sammeln die letzten Nüsse und Früchte, um sich dann in die Winterruhe zu begeben. Die Insekten sterben oder ziehen sich in den schützenden Boden zurück und die Vögel ziehen zum Teil in den Süden, damit sie dort überwintern können. Würde die Pflanzenwelt nicht in Form ihrer Samen, die tief in der Erde liegen, weiterleben, so könnte man denken, dass die gesamte Pflanzenwelt vollkommen abstirbt.
Doch genau darin liegt auch die Symbolik dieses Festes. Es geht darum, dass es kein Leben ohne den Tod gibt, dass ein ständig zyklisches Weiterleben immer vorhanden und gegenwärtig ist. Das Rad des Lebens dreht sich unaufhörlich weiter, auch wenn es auch im Außen so aussieht, als ob alles sterben würde.

Themen für uns Menschen, die sich aus der Natur ableiten lassen

Am Auffälligsten ist im Herbst wohl der Rückzuga alles Lebendigen. Auch wir Menschen sollen uns zu dieser Jahreszeit zurückziehen und am Besten aus der Kraft der Erde und unserer Wurzeln, Kraft für den harten Alltag des Winters schöpfen.
Alles Unwesentliche und Überflüssige der Natur stirbt ab, oder wird für den Zeitraum des kalten Winters reduziert (Photosynthese) oder sogar eingestellt (Sexualität, Verdauung, Bewegung). Die Natur konzentriert sich nur mehr auf das Wesentliche – auf den Samen, der alles überleben lässt, auf Lebensvorgänge, die das Überleben sichern Auch wir Menschen sollen und aufs Wesentliche konzentrieren – Altes und Überflüssiges hinter uns lassen und vielleicht manchmal sogar schmerzhaft von uns abtrennen. Nur dann können wir die kalte Jahreszeit überstehen.
Sehen wir uns in der kargen, herbstlichen Natur genau um, erkennen wir sofort, dass alle Maßnahmen, welche Pflanzen und Tiere zu dieser Zeit treffen, einzig und alleine dem Überleben dient. Symbolisch fällt das Samenkorn auf die Erde, schläft über den Winter in tiefer Geborgenheit, nur um dann im Frühjahr erneut zu erblühen. Uns so soll es auch für uns Menschen sein – unser Wesenskern soll in der Stille des Herbstes gefunden und geehrt werden, damit wir im Frühjahr wieder erneut erblühen dürfen.

Die keltischen Jahreskreisfeste

Wintersonnenwende - Yul, Jule, Jul

Lichtfest Brigid

Wir erleben zur Wintersonnenwende, dass aus der tiefsten Dunkelheit wieder neues Leben entsteht, wir erleben im Frühling dass Keimen und Wachsen.


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Jetzt ist die Zeit gekommen, in der sich das Neue erstmalig erkennbar zeigt, auch im Außen. Das Fest ist der Göttin Brigid gewidmet. Sie ist die Göttin der Poeten, der Musiker, der Künstler und der Inspiration.

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Frühlingstagundnachtgleiche

Walpurgis - Beltane - Beltana

Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche werden vor allem Frühlings- und Vegetationsgöttinen verehrt, die jetzt aus ihrem totenähnlichen Winterschlaf erwachen und neues Leben auf die Erde bringen.


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Den Mai kann man wirklich mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen. Das Eintauchen in die süße Welt der Sinne, lässt auch Sinnlichkeit entstehen. Frühlingsgefühle breiten sich aus.

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Sommersonnenwende Litha

Schnitterinnenfest Lammas Lugnasad

Zur Sommersonnenwende erreichen die Kraft der Sonne und die Tageshelligkeit ihren absoluten Höhepunkt. Wir feiern den längsten Tag des Jahres.


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Die Tage werden wieder kürzer – und dennoch erleben wir jetzt erst den Hochsommer, mit all seiner Hitze, den Gewittern, der Trockenheit und der Fülle an Früchten. Nach der Zeit der Blüte, ist jetzt die Zeit der Früchte.

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Herbsttagundnachtgleiche Mabon

Samhain - Allerheiligen das Ahnenfest

Die Ernte des Jahres ist eingebracht, die Arbeit des Sommers ist getan. Stille kehrt ein in einer Zeit der Dankbarkeit und der Regeneration.


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Noch leuchtet die Natur in vielen wunderbaren Herbstfarben. Die Blätter der Bäume verfärben sich. Astern, Chrysanthemen, und Erika gehören zu den letzten blühenden Pflanzen des Jahres.

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