Herbsttagundnachtgleiche Mabon

Stacks Image 10
Die Ernte des Jahres ist eingebracht, die Arbeit des Sommers ist getan. Stille kehrt ein in einer Zeit der Dankbarkeit und der Regeneration. Zum zweiten Mal im Jahr herrscht der besondere Gleichgewichtszustand, bei dem Tag und Nacht gleich lange sind - Alles ist ausgewogen.
Wir befinden uns wieder an einem Wendepunkt. Ab nun werden die Tage kürzer, die Nächte länger. Die Natur zieht sich nach und nach zurück und bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor.
Es ist die Zeit, in der wir alle reifen Früchte ernten und uns für die Gaben der Natur bedanken – wir feiern Erntedank.
Es ist ein Fest der Fülle, der Farben und der Fröhlichkeit. Musik und Tanz gehören ebenso dazu, wie das Lachen der Kinder und ein wunderbares Festmahl aus frischen Früchten, Getreide und Nüssen. Auch das Teilen gehört zum Erntedank. Was wir zuviel haben, geben wir anderen, die nicht so viel davon haben. Für uns persönlich ist das Erntedankfest eine gute Gelegenheit um inne zu halten, zur Ruhe zu kommen und um das vergangene Jahr rückblickend zu betrachten.

Wir dürfen für alles danken, was uns im vergangenen Jahr geschenkt wurde. Wir danken uns selbst für alles, was wir gearbeitet und geleistet haben. Wir müssen aber auch für den Winter vorsorgen – uns von Belastendem trennen und allem wirklich Notwendigen Bedeutung geben. Es ist die Zeit, die wir zuhause vorm wärmenden Feuer mit einer Tasse Tee verbringen. Es ist die Zeit, in der wir Nachdenken, miteinander Reden, zur Ruhe kommen und ganz in unser Inneres schauen.

Die Natur


Bevor sich die Natur vollständig zurückzieht, zeigt sie sich noch einmal in ganz besonderer Fülle und Pracht. Viele Feldfrüchte gelangen jetzt zur Reife und wir dürfen uns über frische Erdäpfel, Kürbisse, Karotten und Rüben freuen. Auch das Obst wird reif und wir können Äpfel, Zwetschgen, Birnen, und zuletzt den Wein ernten. Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Holunderbeeren versorgen uns mit den wichtigsten Vitaminen, die unser Immunsystem für den Winter stärken. Haselnüsse und Walnüsse sind bereit, unseren Körper mit notwendigen Fettsäuren zu stärken. Es ist aber nicht nur die Zeit des Erntens, sondern auch die Zeit des Verarbeitens, Einkochens und Einlagerns. Wir müssen die Vorräte für den Winter anlegen, damit dieser auch gut überstanden werden kann. Die Früchte werden eingekocht, das Gemüse wird gelagert. Die gesammelten Heilkräuter werden zu Tees und zu Elixieren verarbeitet, die im Winter als wichtige Heilmittel dienen.  
Am Ende des Septembers zieht sich die Natur mehr und mehr zurück. Die Blätter beginnen sich zu verfärben, die meisten Pflanzen haben Samen ausgebildet, damit sie den Winter, in dem sie scheinbar absterben, auch überleben. Viele Tiere fressen sich noch einmal voll, legen wichtige Wintervorräte an, oder verabschieden sich in wärmere Erdzonen, um den Winter zu überdauern. Häufig liegt in der Früh ein Nebel über dem Land, es ist kühl und feucht. Es ist die zeit des Altweibersommers, in dem sich die Fäden der Spinnen durch das Land ziehen. Die alles verbrenndende Kraft der Augustsonne ist kaum mehr spürbar. Es ist vielmehr ein goldenes, leicht wärmendes Licht, das uns stärkt. Alles deutet darauf hin, dass uns eine sehr schwere Zeit bevorsteht, die es zu überdauern gilt. Und dennoch zeigt uns der Kreislauf des Jahres, dass es immer wieder weitergeht, dass es kein Leben ohne den Tod gibt und dass alles immer wiederkehrend ist. Wir müssen allerdings lernen, mit den Zeiten zu leben und sie auch wieder verstärkt zu achten.

Altweibersommer

Gerade im September ist der Altweibersommer häufig deutlich sichtbar. Die Spinnen weben ihre Fäden, die bedeckt mit Tau das ganze Land überziehen. Nach früheren Erzählungen handelt es sich dabei um die Schicksalsfäden, die von der Spindel der Holla gewoben wurden. Die Göttin, die den lebensfaden der Menschen spinnt und auch deren Schicksal webt, erschien den Frauen auch manchmal in den späteren Abendstunden und half ihnen bei der Arbeit (nach Wolf Dieter Storl, Hexenmedizin).

Göttinnen und Mythen des Festes

Zur Herbsttagundnachtgleiche bekommt der Archetyp der Göttin Bedeutung, die die Gesetze des Lebens kennt und über Leben, Tod und Wiedergeburt herrscht. Auch die Erntegöttin und die Göttin des Ackerbaues wurden geehrt.
Im Keltischen wird das Fest auch "MABON" genannt, was soviel wie "Großer Sohn" bedeutet. Die Mutter von Mabon war Mordon, die Schutzherrin der "Anderswelt". Sie ist die Erde selbst.
Von der Geschichte her war es so, dass der kleine Sohn Mabon Von der erde verschwand, als er nur drei Nächte alt war. Seine Mutter, die Erde, litt sehr darunter.
Sie suchte überall nach ihm. Gefunden wurde Mabon allerdings von drei Tieren, nämlich einer Amsel, einem Hirsch und einer Eule. Sie fanden Mabon in der Anderswelt - der Bauchhöhle der Mutter Erde.
Dies ist ein verzauberter Ort, aber auch ein Ort der Herausforderung. Und nur an einem solchen Ort konnte der Sohn der Erde wiedergeboren werden als Sohn des Lichts.
Im Griechischen wird eine vergleichbare Geschichte erzählt. Die Geschichte von Demeter und ihrer Tochter Persephone. Demeters Tochter Persephone wurde von Hades geraubt und in die Unterwelt entführt, da er keine Frau finden konnte, die freiwillig mit ihm in die Unterwelt ging. Demeter war voller Trauer und Schmerz - überall suchte sie ihre Tochter, doch konnte sie sie nirgends finden. Sie wütete, weinte, klagte, flehte um Gnade, doch nichts half. Schließlich wurde aus ihrer Trauer rasender Zorn und sie verfluchte alles, was fruchtbar auf der Erde war. "Stirb, stirb, stirb!" schrie sie, und von nun an wurden keine Kinder mehr geboren, kein Weizen gedieh mehr und keine Knospe öffnete sich mehr - die Menschen und Tiere drohten zu verhungern. Die Erde selbst erstarb. Demeter saß am Brunnen und schrie den Namen ihrer Tochter hinein. Hier tritt eine weitere Göttin auf den Plan: Die Göttin Baubo. Sie ist die Göttin des Humors, des unbändigen Gelächters und der ordinären Witze. Sie reitet auf einer Sau, welche ein sehr altes Symbol fürs Gebären und die Wiedergeburt ist. Baubo ritt zu Demeter, tanzte wild, wackelte mit ihren Brüsten und erzählte ihr ein paar schmutzige Witze. Demeter wurde dadurch aus ihrer Trauer aufgeweckt und begann erstmals wieder zu lachen. Der Geschichte nach saßen beide Göttinen am Brunnen und lachten, dass ihnen die Bäuche wackelten. Sie lachten so lange, bis es Hades zuviel wurde, und so ließ er Persephone wieder frei und sie kehrte zurück an die Oberfläche zu ihrer Mutter. Sie durfte zwar nicht das ganze Jahr über oben an der Erde bleiben, denn Persephone hatte bereits Nahrung von der Unterwelt (ein paar Granatapfelkerne) gegessen. Aber sie durfte immerhin zwei Drittel des Jahres bei Demeter auf der Erde verbringen. Das andere Drittel musste sie in der Unterwelt leben. Demeter erklärte sich damit einverstanden. Sie wurde wieder fröhlich und gewann ihre Lebenslust zurück und so wurden auch die Erde, die Menschen und die Tiere wieder fruchtbar und niemand musste verhungern.

Die keltischen Jahreskreisfeste

Wintersonnenwende - Yul, Jule, Jul

Lichtfest Brigid

Wir erleben zur Wintersonnenwende, dass aus der tiefsten Dunkelheit wieder neues Leben entsteht, wir erleben im Frühling dass Keimen und Wachsen.


Mehr über das Fest findest Du hier
Jetzt ist die Zeit gekommen, in der sich das Neue erstmalig erkennbar zeigt, auch im Außen. Das Fest ist der Göttin Brigid gewidmet. Sie ist die Göttin der Poeten, der Musiker, der Künstler und der Inspiration.

Mehr über das Fest findest Du hier

Frühlingstagundnachtgleiche

Walpurgis - Beltane - Beltana

Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche werden vor allem Frühlings- und Vegetationsgöttinen verehrt, die jetzt aus ihrem totenähnlichen Winterschlaf erwachen und neues Leben auf die Erde bringen.


Mehr über das Fest findest Du hier
Den Mai kann man wirklich mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen. Das Eintauchen in die süße Welt der Sinne, lässt auch Sinnlichkeit entstehen. Frühlingsgefühle breiten sich aus.

Mehr über das Fest findest Du hier

Sommersonnenwende Litha

Schnitterinnenfest Lammas Lugnasad

Zur Sommersonnenwende erreichen die Kraft der Sonne und die Tageshelligkeit ihren absoluten Höhepunkt. Wir feiern den längsten Tag des Jahres.


Mehr über das Fest findest Du hier
Die Tage werden wieder kürzer – und dennoch erleben wir jetzt erst den Hochsommer, mit all seiner Hitze, den Gewittern, der Trockenheit und der Fülle an Früchten. Nach der Zeit der Blüte, ist jetzt die Zeit der Früchte.

Mehr über das Fest findest Du hier

Herbsttagundnachtgleiche Mabon

Samhain - Allerheiligen das Ahnenfest

Die Ernte des Jahres ist eingebracht, die Arbeit des Sommers ist getan. Stille kehrt ein in einer Zeit der Dankbarkeit und der Regeneration.


Mehr über das Fest findest Du hier
Noch leuchtet die Natur in vielen wunderbaren Herbstfarben. Die Blätter der Bäume verfärben sich. Astern, Chrysanthemen, und Erika gehören zu den letzten blühenden Pflanzen des Jahres.

Mehr über das Fest findest Du hier

Stacks Image 161
Stacks Image 164
Stacks Image 167