Die Kiefer - Schwarzföhre (Pinus nigra) - Kieferngewächse (Pinaceae)


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Die Kiefer ist eine sehr alte genügsame Pionierbaumart – die Bäume können bis zu 30m hoh werden. Bei den Chinesen und Japanern gilt die Kiefer als heiliger Baum. Schon die Kelten schätzen den Feuerbaum (Kiefer bzw. Föhre) - als Kienspan.

Bei den Römern galt die Kiefer als heiliger baum der Rhea (Rheia) – die Kiefer verbindet in Ihrer Glaubenswelt Himmel und Erde.
Der Himmel wird dem Uranos (Vater der Rhea) zugeordnet, die Erde ist die Gaia, die Mutter der Rhea.

In Tirol in Österreich wurden Kiefern bis in die Neutzeit noch als Heiratsbäume gepflanzt. Die Verbindung von Himmel und Erde wird übrigens auch der Zeder ( Cedrus juniperus ) zugeordnet.

Bitte beachten - diese Heilrezepte sind ohne Gewähr - vor der Anwendung ist immer ein ARZT zu kontaktieren !


Kiefernpech ist ein schon seit der Steinzeit bekanntes Klebemittel. Es wurde zum Verbinden einer Steinklingen mit dem Holzschaft verwendet. Bevorzug wurden Messerung und Pfeile auf dieses Weise hergestellt. Später wurde Kieferpech als Dichtungsmittel verwendet. Sattler schmierten ihren Nähzwirn damit ein, beim Bootsbau und in der Zimmerei wurde es ebenfalls zur Abdichtung verwendet, bzw. als Schutz Fäulnisschutz verwendet.

Kiefernpech stellt man her indem man Kiefernholz destilliert. Dabei ist es notwendig das Holz auf bis zu 150°C zu erhitzen.
Auch das Harz wurde schon vor langer Zeit zur Herstellung von Terpentinöl & Kolophonium verwendet. Die Ägypter nutzten schon vor 4000 Jahren ihre Kenntnisse über die Kiefernharzdestillation, und stellten auf ihren Feuerherden Terpentinöl her. Dieses Öl wurde bei der Mumifizierung angewendet. Als weiteres Produkt der Harzdestillation fällt das feste Kolophonium das z.B. als Haftmittel beim Geigenspielen verwendet. Weitere Produkte aus der Kiefernharzdestillation sind Teer, und Lacke, die früher in der Ölfarbenproduktion eingesetzt wurden.

Im Schamanismus und der Magie sind folgende Zuordnungen überliefert


Die Kiefer wird dem Element Feuer, den Planeten Saturn, Mars, Merkur und der Rune Far zugeordnet. Man verwendete die Kiefer in Schutz und Heilritualen. Aus Sibiren stammt die Verwendung der Kiefer als Mittler der Schamanen bei schamanischen Flugreisen. Die Marokkaner bezeichnen das Harz einer bestimmten Kiefer als Mutter der Menschen
In Amerika knüpften die Indianer Räucherzöpfe – Bündel von trockenem Gras, in dem Kräuter, auch Kiefernnadeln, eingebunden worden waren, um durch den Rauch mit Anderswelten in Kontakt treten zu können. Im Schamanismus gilt die Kiefer als Helfer wenn man mit wenig überleben muss, und stärkt die Genügsamkeit.

Räuchern


Wird Kiefernharz geräuchert, so schreibt man ihm wärmende und stärkende Eigenschaften zu. Es soll Herz und Lungen stärken, und Menschen die sich schwach fühlen energetisch wieder aufladen. Der Rauch wirkt keimtötend und fördert die Durchblutung. Kiefernrauch wird auch eine magisch schützende Wirkung zurgeschrieben – das kommt möglicherweise aus der antiken Anwendung im Krieg als Bestandteil des Kiefernharzes in „griechischen Feuern“.

Heilanwendung


Teile der Kiefer (Harz, Sprossen, Nadeln) werden für hustenreizstillende Naturheilmittel verwendet.
Das Kiefernharz aber auch Zubereitungen aus den Sprossen u. Nadeln gelten als hustenreizstillend, auswurffördernd, antiseptisch, durchblutungsfördernd, beruhigend und leicht harntreibend.
Es ist überliefert, dass Aufgüsse von Kiefernadeln als Mittel gegen durch Vitaminmangel auf Schiffsreisen hervorgerufenen Skorbut verwendet wurde. Früher baute man um Tuberkulosesanatorien Kiefernwälder, da die Kiefern Fitonziden ausscheiden, die gegen Tuberkulose wirksam sind.
Es gibt heute jedoch Andwendungseinschränkungen von Kiefernprodukten, z.B. sind sie für kleine Kinder nicht geeignet, auch bei Asthma und Keuchhusten soll man einige Produkte nicht verwenden. Kiefernadelöl wirkt entspannend undberuhigend. Kiefernsprossen können als Badezusatz verwendet werden.


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