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Engelwurz - Angelica officinalis- Angelica archangelice– Erzengelwurz

Familie der Doldenblütler – Umbelliferae

 

Diese Pflanze zählt wohl zu den wichtigsten Heilpflanzen unserer nordischen Vorfahren. Hoch oben in Grönland, Island und Norwegen wurde sie verehrt, wie kaum eine andere Pflanze. Sie galt sogar als Allheilmittel und bis heute werden viele sehr wertvolle Heilmittel aus ihr hergestellt. Viele Lebenselixiere enthalten auch Angelikawurzel. Trifft man in der Natur auf eine echte Engelwurzpflanze, dann steht man vor einer höchst stattlichen Naturerscheinung. Denn dieser Erzengelwurz kann schon einmal 2 ½ Meter groß werden.

Geschichten und Mythen

In vielen geheimnisvollen Lebenselixieren war die Angelika ein wichtiger Bestandteil. Zu Zeiten der Pest und anderer ansteckenden Krankheiten, wurde immer wieder ein neues wirkungsvolles „Geheimmittel“ entwickelt, das vor der gefährlichen Ansteckung schützen sollte. Viele dieser Mittel enthielten als Zutat Engelwurz. Den Name hat die Pflanze angeblich seit dem Mittelalter, wo einem Mönch ein Engel erschienen ist und ihm verraten hat, dass der Engelwurz wirksam gegen die Pest sei. Eines dieser Allheilmittel war der „Theriak“. Dabei handelt es sich um ein dickes Mus, welches aus pulverisierten Pflanzenteilen, Honig und Wein hergestellt wurde. Angelikawurzel war natürlich eine besonders wichtige Zutat im Theriak.

Eigenschaften und Wirkungsweise

•  abwehrsteigernd
•  keimtötend – Schutz vor Infektionskrankheiten (früher Pestmittel)
•  kraftgebend – vor allem nach Operationen, oder schweren Krankheiten
•  regulierend auf Magen und Darm
•  auswurfsfördernd

Heilzwecke

•  Stärkungsmittel bei Schwächezuständen
•  Schwäche
•  Mutlosigkeit
•  Nervosität
•  Reinigung
•  Magen- Darmerkrankungen
•  Gastritis, Blähungen, verdorbenen Magen
•  Darmpilzbefall
•  Stärkung der Darmflora
•  Leberschwäche
•  Husten, Bronchitis, Lungenentzündung
•  Lähmungen- als salbe auftragen
•  Rheuma und Gicht
•  Appetitlosigkeit

Vorkommen

Angelika findet man in ganz Nord- und Mitteleuropa, aber auch in Nordamerika und Nordasien – sie ist auf jeden Fall eine Pflanze der nördlichen Erdhalbkugel. Leider wird sie heute kaum mehr kultiviert, aber wir finden sie an feuchten Stellen in Wäldern, Schluchten oder Wiesen. Der Erzengelwurz ist eher selten. Häufiger treffen wir auf den Waldengelwurz.

Sammeltipps

Da der Engelwurz zu den Doldengewächsen gehört, muss man beim Sammeln sehr vorsichtig sein, da es unzählige verschiedene Doldenblütler gibt, von denen einige giftig sind Der Schierling wirkt beispielsweise tödlich. Die wichtigsten Erkennungstipps des Engelwurz. Der Stengel ist rund, leicht gerippt und innen hohl. Die Blätter sind gefiedert und zwei- bis mehrfach gelappt, die Blätter am Ende sind dreilappig. Wenn man ein Blatt zerreibt, verströmt dieses einen sehr feinen Duft, der an Sellerie oder Ananas erinnert. Alle Seitenstengel entspringen aus auffälligen Hüllblättern. Der riesige Hauptstengel leuchtet unten, wo er in die Erde ragt, in einem dunklen, fast purpurnen Rot.

Geerntet werden die Wurzeln und die Samen. Die Wurzeln werden im Frühjahr oder im Herbst geerntet, die Samen im September/Oktober.

Inhaltsstoffe

•  Bitterstoffe
•  Gerbstoffe
•  Flavone
•  Vitamin C
•  Lutein
•  Apfelsäure

Angelika als Räuchermittel

Wie uns der Name bereits verrät, wirken im Engelwurz die Kräfte der Engel. Die geflügelten Lichtwesen verbinden sich in ihm mit der Wurzel, die tief in die Erde hinein reicht. Beim Verräuchern der Pflanzen erkennen wir das Licht in unserem eigenen Leben, denn die Pflanze umgibt uns mit einem schützenden Lichtmantel, macht uns sensibel und öffnet und für die Kräfte aus den oberen Welten. Weiters wirken Engelwurzräucherungen ausgleichend, harmonisierend und aktivierend auf die Chakren. Eine besonders schöne Aufgabe haben Engelwurzräucherungen, wenn sie uns helfen den eigenen Weg zu finden und uns in der Selbstfindung unterstützen.

Generell kann man behaupten, dass Engelwurzräucherungen, die Kommunikation mit den Engelkräften fördern und stärken.

Wirkung beim Räuchern

Wurzel

•  Erzeugt einen Lichtmantel um uns – gehört deshalb in jede Schutzräucherung

•  Reinigung von Häusern

•  Führt verstorbene, desorientierte Seelen zum Licht

Blüte und Samen

•  Bringen Großzügigkeit und vertrauen zum Selbst

•  Wirken antidepressiv

•  Verhelfen das höhere Selbst besser zu verstehen

•  Unterstützt die Kommunikation mit den Engelwesen

Rezepte zur Heilanwendung

Magenbitter

50g Angelikawurzel
50g Enzianwurzel
50 g Wermutkraut
50g Kalmuswurzel
1 Zimtstange
500 ml Wodka oder Weinbrand

Alle Wurzelteile gemeinsam mit der Zimtstange in ein Gefäß geben und mit dem Alkohol übergießen. Das Glas verschließen und an einem eher dunklen Ort 2-3 Wochen stehen lassen. Danach abseihen und in Tropffläschchen abfüllen. Vor dem Essen 10- 15 tropfen in ein Glas warmes Wasser geben und trinken.

Karminativum

Ein Karminativum ist eine Kräutertinktur, die aus blähungswidrigen Kräutern besteht und die Blähungen lindern kann.

•  5 g Fenchel
•  3 g Anis
•  3 g Kümmel
•  3 g Angelikawurzel
•  3 g Liebstöckelwurzel
•  2 g Pfefferminzblätter
•  1 g Kamillenblüten
•  120 ml Doppelkorn 40% Vol.

Die Kräuter abwiegen und so gut wie möglich zerkleinern. Man kann auch mit dem Mörser zerstoßen. Danach die Kräuter in ein Glas geben (maximal bis zur Hälfte füllen) und mit dem Alkohol aufgießen. Das Glas an einem warmen Ort 2-4 Wochen stehen lassen. Danach abgießen und die Flüssigkeit in eine dunkle Flasche abfüllen.

Vor dem Essen kann man 20-30 Tropfen dieser Tinktur einnehmen- das hilft wunderbar bei Blähungen.

Engelwurzsalbe gegen Schnupfen und Nebehöhlenentzündung

•  35g Lanolin
•  2 EL Johanniskraut-Öl
•  2 g Bienenwachs, geraspelt
•  15 Tropfen ätherisches Angelika-Öl
•  5 Tropfen Majoran-Öl
•  1 Tropfen Thymian-Öl

Lanolin im Topf oder Wasserbad schmelzen. Johanniskraut-Öl zugeben. Bienenwachs schmelzen und ebenfalls unter ständigem Rühren dazugießen. Zum Schluss die ätherischen Öle untermischen. So lange rühren, bis die Salbe fast erkaltet ist und in kleine Salbentöpfchen abfüllen. Gut verschlossen aufbewahren.

Diese Salbe hilft sehr gut bei Schnupfen, Stockschnupfen und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen. Bei den genannten Beschwerden werden die Stirne, die Wangen und die gesamte Nase zweimal täglich eingeschmiert.

Bitte beachten - die Heilrezepte sind ohne Gewähr - vor der Anwendung ist immer ein ARZT zu kontaktieren !

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Zitat

Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.
(Dt. Sprichwort)

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