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Die Heckenrose - Rosa canina
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Familie der Rosengewächse, Rosaceae
Die zierliche, kleine, manchmal fast unscheinbare Heckenrose ist eine wunderbare Pflanze und erfreut nicht nur Augen und Nase, sondern auch unsere Gesundheit und unsere Schönheit. Sie ist das Sinnbild der Venus und auf bezaubernde Art mit allem Weiblichen verbunden. Ihr Geruch betört uns, ihre Farbe ist so sanft und wunderbar, ihre äußere Form vollkommen – die Rose ist ein Wunder der Natur. Sie macht jede Frau zur Königin! |
Früher nannte man die Rose auch Apothekerrose - ein deutlicher Hinweis auf die Heilwirkung dieser Pflanze. Besonders heilkräftig sind die Vitamin C haltigen Hagebutten, die wir im Herbst nach dem ersten Frost verwenden können. Natürlich ist diese Rose auch eine wichtige Zutat für alle Liebeszauber und Liebesräucherungen. Mittlerweile gibt es unzählige wunderschöne Edelrosen, aber trotzdem möchte ich der einfachen Heckenrose meine Aufmerksamkeit schenken.
Geschichte und Mythen
Die Rose wird auch „Königin der Blumen“ genannt. Angeblich hat sie den Namen bereits 600 vor Christi erhalten, von der griechischen Dichterin Sappho. Die älteste bekannte Beschreibung der Rose erfolgte etwa zur gleichen Zeit vom Dichter Anakreon. Er erzählte, dass zur gleichen Zeit, als das Meer die Venus gebar, die Erde auch ihre lieblichste Blume, die Rose, erschuf. Viele Maler haben im Laufe der Jahrhunderte immer wieder die Rose als Motiv ihrer Kunstwerke gewählt.
Die Heckenrose wurde auch Hagrose oder Hagedorn genannt. Aufgrund ihrer Dornen war diese Pflanze besonders gut als Heckenpflanze geeignet, weil eine Dornenhecke kaum durchdringbar ist. Die Stacheln der Rose brachte sie auch in den Ruf gegen Hexerei helfen zu können.
Trotzdem war die Rose auch eine wichtige Hexenpflanze – sie wurde für Milch und Butterzauber ebenso verwendet, wie für Zauberei gegen Blitz und Unwetter. Mit den Hagebutten konnte man sich sogar vor drohenden Krankheiten schützen. Man musste nur an Weihnachten oder am Neujahrsabend 3 Hagebutten auf rohen Magen essen, schon war man vor allem Unheil geschützt. Es gab auch den Brauch, am Neujahrstag Freunden oder Verwandten drei Hagebutten durchs Fenster zu reichen 8ohne zu reden) damit diese im kommenden Jahr gegen Krankheit und Unheil geschützt sind.
Die Rose war auch eine wichtige Orakelpflanze, die eng in Zusammenhang mit dem Tod stand. Wenn kranke Menschen von Rosen träumten, so mussten sie mit ihrem baldigen Ende rechnen. Der Traum von roten Rosen bedeutet Blut und Unglück. Kein wunder, dass rote Rosen niemals kranken Menschen ans Krankenbett gebracht wurden.
Eigenschaften und Wirkungsweise
Blüten
- stärkend
- kühlend
- leicht abführend
- entkrampfend
- blutstillend
- zusammenziehend
- entzündungshemmend
Hagebutten
- Vorbeugend gegen Erkältungen und Grippe
Heilzwecke
Blüten
- Zyklusstörungen
- Wochenbettdepression
- Wechseljahrbeschwerden
- Herz und Leberleiden
- Hautprobleme
- Säuglingspflege
Hagebutten
Nierenkrankheiten
Rheuma
Gicht
Grippe
Erkältung
Vorkommen
Die Heckenrose wächst gerne an sonnigen Standorten, auch an Wald- und Wegrändern. Sie wird als Umzäunung von Häusern und Gärten verwendet und stellt keine besondere Ansprüche an den Boden.
Sammeltipps
Die Knospen werden im Juni geerntet, die Blüten im Sommer und die Hagebutten im Herbst. Volle Heilwirkung bekommen die Hagebutten erst, wenn sie den ersten Frost überstanden haben.
Inhaltsstoffe
- Hagebutten
- Vitamin C
- Pektin
- Gerbstoffe
- Zitronen- und Apfelsäure
- Carotinoide
Die Rose als Räuchermittel
Die Blütenblätter der Rose sind eine wunderbare Zutat für Räuchermischunen. Bevorzugt werden sie in Liebesräucherungen gemischt, da sie ja die Venus und alle damit verbundenen weiblichen Kräfte symbolisiert. Rosenblätter werden aber auch in segnende Mischungen gegeben, denn sie segnen das Leben in allen seinen Facetten. Die Rose steht in vielen Kulturen für Herzensliebe, Herzöffnung und liebevolle Zuneigung. Sie lässt uns den inneren Frieden finden und unterstützt uns beim Räuchern, dass wir uns selbst annehmen lernen. Sie fördert unter anderem auch die Selbstliebe.
Beim Verräuchern verlieren die Rosenblätter sehr schnell ihren wunderbaren Duft – man kann die Räucherung verstärken, indem man Rosenweihrauch dazumischt, oder etwas ätherisches Rosenöl auf die Blüten träufelt.
Wirkung
- Herzöffnend
- Fördert die Selbstliebe und die Selbstannahme
- verbindend
- Versöhnend
- Besänftigend
- Harmonisierend
- Weiht und segnet
Rezepte zur Heilanwendung
Rosenlikör für zerbrochene Herzen (nach Miriam Wiegele)
Rosenblüten mit Weinbrand ansetzen und nach 2-3 Wochen abfiltern. Zucker oder Honig und etwas Zimt und einige Korianderkern zugeben. Dann noch einmal 2 Wochen ziehen lassen. Abfiltern und abgießen und genießen.
Rosenessig
Ein Einmachglas zur Hälfte mit Blütenblättern von duftenden, roten Rosen füllen. Das Gefäß mit gutem Weinessig auffüllen und dann verschlossen zwei bis drei Wochen an einem sonnigen Platz stehen lassen. Abfiltern und in Flaschen füllen – dieser Essig ist gut haltbar.
Früher wurde Rosenessig ins Waschwasser gegeben, um der Wäsche einen angenehmen Duft zu verleihen. Auf die Stirne getupft wirkt er gut bei Kopfschmerzen. Man kann den Essig auch auf ein Tuch geben und den Körper damit erfrischen.
Rezepte für die Küche
Hagebuttenlikör
500g Hagebutten
150 Gramm Zucker
1 Flasche Korn
Hagebutten putzen und waschen. Die kerne entfernen und die Hagebutten gut mit Wasser spülen. Die Fruchthälften abtropfen lassen und in ein verschließbares Glas füllen. Den Zucker und den Korn dazugeben und das Gefäß 2 Monate lang, an einem kühlen Platz, stehen lassen. Danach abfiltern und genießen.
Rosenkonfitüre
200g Blütenblätter
1 kg Zucker
1 Tl Zitronensäure
2 Tassen Wasser
Wasser und Zucker zu einem Sirup kochen, die Rosenblüten hineinstreuen und weiterkochen, bis ein tropfen bei der Gelierprobe nicht mehr zerläuft. Zitronensäure dazugeben – die wirkt wie ein Zauber, die vorher violett, grünliche Konfitüre wird auf einen Schlag rubinrot leuchtend. In kleine Gläser abfüllen und verschließen.
Bitte beachten - die Heilrezepte sind ohne Gewähr - vor der Anwendung ist immer ein ARZT zu kontaktieren !
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