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Der Hopfen - Humulus lupulus

Familie der Hanfgewächse – Cannabaceae

Den Hopfen kennen die meisten von uns wohl als wichtige Zutat des geliebten Bieres. Manche Menschen wissen auch, dass Hopfen ein ganz gutes Beruhigungs- bzw. Schlafmittel ist. Sonst weiß man über den Hopfen meistens nur relativ wenig. Kaum jemand weiß, wie Hopfen aussieht, oder wo er wächst.

Aber da wir das Bier so gut kennen, wissen wir ja, dass es herb schmeckt und müde macht. Der Hopfen ist eine Schlingpflanze, die am Liebsten sehr hoch hinaus wächst. Findet sie Halt an einem Baum, kann sie bis 10 Meter in die Höhe hinauf wachsen. Diese Signatur weist darauf hin, dass der Hopfen Menschen helfen kann, die hoch hinaus wollen. Diesen Aufstieg erreichen sie aber nur, wenn sie Halt haben, um wachsen zu können. Das unbändige Wachstum des Hopfens kann aber auch auf eine gewisse Fröhlichkeit und Leichtigkeit hinweisen. Außerdem kann Hopfen auch noch Menschen helfen, die sehr schwerfällig sind – sie werden vielleicht wieder eine Spur unternehmungslustiger.

Geschichten und Mythen

In der Magie wird der Hopfen verwendet um entspannte Träume zu erzeugen. Im späten Mittelalter gingen angeblich „Hoppenklopper“ durch die Hopfengärten. Sie schlugen mit Stangen gegen die Holzgestelle, der noch nicht blühenden Pflanzen. Dies sollte die bösen Geister vertreiben. Denn wie man wusste, ließen sich Geister besonders gerne im Hopfen nieder. Man erzählte sich auch, dass die Geister dann die Menschen angegriffen haben, die zuviel vom Hopfengebräu(Bier) getrunken haben. I

Eigenschaften und Wirkung

•  beruhigend
•  schlaffördernd
•  appetitanregend
•  magenstärkend
•  potenzsteigernd
•  Muttermilch fördernd

Heilzwecke

•  Schlafstörungen
•  Nervosität
•  Unruhezustände
•  Ängste
•  Einschlafstörungen
•  Hitzewallungen
•  Wechselbeschwerden
•  Menstruationsbeschwerden
•  Nervöse Herzbeschwerden
•  Herzklopfen

Vorkommen

Den hoch hinaus schlingenden Hopfen finden wir an Bachläufen, an Waldrändern, in hecken und Gebüschen. Hopfen bevorzugt halbschattige Standorte.

Sammeltipps

Die „weiblichen“ Hopfenzapfen werden im September gesammelt. Man kann sie bündeln und in einem luftigen, dunklen Raum zum Trocknen aufhängen. Einige Bitterstoffe des Hopfens sind leicht flüchtig. Man sollte getrockneten Hopfen daher nichtlänger als ein Jahr aufheben.

Inhaltsstoffe

•  Bitterstoffe
•  Ätherische Öle
•  Flavonoide
•  Gerbstoffe
•  Polysaccharide

Rezepte zur Heilanwendung

Hopfentee

Im September die weiblichen Hopfenzapfen sammeln und trocknen. Für einen Tee 2 TL voll mit kochendem Wasser übergießen und wenige Minuten ziehen lassen. Mit Honig süßen und vor dem Zubettgehen trinken – man kann dann etwas besser einschlafen.

Hopfentinktur

100g frische Hopfenzapfen in ein Glas geben und mit 250 ml 70%igem Alkohol übergießen. Alle Pflanzenteile müssen bedeckt sein. Etwa 2 Wochen lange stehen lassen, abfiltern und in eine dunkle Tropfflasche abfüllen. Vor dem Schlafengehen 20 Tropfen in einem Glas lauwarmen Wasser trinken.

Hopfenkissen

Getrocknete Hopfenzapfen in ein kleines Leinensäckchen füllen. Man kann auch noch andere beruhigende Kräuter dazugeben (Lavendel, Baldrian,…). Dieses Säckchen kann man in das normale Kopfkissen geben – auch das wirkt schlaffördernd.

Hopfenmilch

2 TL getrocknete Hopfenzapfen in einer Tasse Milch aufkochen, mit Honig süßen und direkt vor dem Schlafengehen trinken.

 

Bitte beachten - die Heilrezepte sind ohne Gewähr - vor der Anwendung ist immer ein ARZT zu kontaktieren !

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Zitat

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(Dt. Sprichwort)

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