Die Mistel, Viscum album
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Die geheimnisvolle Mistel fasziniert die Menschheit schon seit sehr langer Zeit. Sie galt als wichtigste Zauberpflanze der keltischen Druiden. Viele Geschichten und Mythen ranken sich um die geheimnisvolle Mistel – Volksnamen verraten ihre hohe Kraft. Die Mistel wurde auch Hexennest, Hexenbusche, Teufelsaat, Teufelsbesen, Trudennest oder Alpranke (alp= elfisches wesen) genannt.
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Seit Urzeiten kochte man aus der Mistel Salben und Gebräue, die die Fruchtbarkeit fördern, Geschwüre vertreiben (Mistel wird in der modernen Krebstherapie verwendet), oder gegen die Fallsucht (typische Schamanenkrankheit Epilepsie) halfen.
Das Besondere an der Mistel ist, dass sie gegen die Zeit wächst. Sie grünt und fruchtet im Winter. Auch dass sie hoch in den Bäumen oben als Halbschmarotzer lebt, hat die Menschen schon immer beeindruckt.
Noch heute werden die Mistelzweige als Schutz aufgehängt.
Häufig wächst die Mistel auf Bäumen, die an „schwierigen“ Standorten stehen. Auf Plätzen mit vermehrter Erdstrahlung oder an Wasseraderkreuzungen.
Pflanzen, die an solchen Standorten wachsen, sind auch in der Lage, genau diese Probleme aufzuheben. So kann das Verräuchern der Mistel negative Schwingungen in positive Schwingungen verwandeln.
Außerdem hat die Mistel einen wichtigen Platz in der Krebstherapie. Nachweislich kann sie Tumorwachstum hemmen.
Märchen und Mythen
Plinius, der römische Geschichtsschreiber, der im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt gelebt hat, beschreibt detailliert, wie die Druiden die Mistel verehrt haben.
„ Nicht zu vergessen ist die hohe Mistelverehrung bei den Galliern. Nichts hatten die Druiden, so nannten sie ihre Priester, was ihnen heiliger gewesen wäre, als die Mistel und den Baum, auf den sie wächst, zumal, wenn es sich um eine Wintereiche war. Sie betrachteten alles, was auf diesem Baume wächst als Himmelsgabe und als Zeichen, dass dieser Baum von Gott selbst auserwählt sei. …Gegebenenfalls wurde sie dann mit großer Feierlichkeit am sechsten tag vor Neumond, der gallischen Zeitrechnung, abgeschnitten. Die Priester mit weißem Kleid bestiegen den Baum und schnitten mit goldener Sichel den Mistelzweig ab, wobei er dann in einem weißen Mantel aufgefangen wurde. So groß war der fromme Glaube in unwichtigen Dingen.“
Die Geschichte der Mistel geht aber viel weiter zurück. Seit der Megalithzeit der indigenen europäischen Kulturen wird sie als kultische Pflanze und Allheilmittel verehrt.
Eigenschaften und Wirkung
- blutstillend
- verdauungsfördernd
- setzt die Gefäßspannung der Blutgefäße herab
- blutdrucksenkend
- herzstärkend, da das Herz entlastet wird
- Stoffwechsel anregend
- Krampflösend
- entzündungshemmend
Vorsicht: zu hohe Dosierungen führen zu Störungen im Magen- Darmtrakt
Heilzwecke
- Wird erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt
- Epilepsie
- Schwindel
- Bluthochdruck
- Arterienverkalkung
- Herzschwäche
- Wechseljahrbeschwerden
Vorkommen
Die Mistel wächst meistens auf Obstbäumen, Laubbäumen, seltener auf Tannen oder Föhren. Besonders selten sind Misteln, die auf Eichen wachsen – sie gelten als heilig. Misteln finden wir in ganz Süd- und Mitteleuropa, bis hin nach Asien.
Die Mistel ist ein Halbschmarotzer. Mit ihrer Saugwurzel bohrt sie sich in das Holz der Wirtspflanze und entnimmt ihr Wasser und Nährstoffe.
Sammeltipps
Zu Heilzwecken werden die jungen Zweige mit den Blättern gesammelt. Die Beeren werden nicht dazu genommen, da sie giftig sind. Die beste Erntezeit ist der Frühling oder der späte Herbst. Ein magisches Datum zur Mistelernte ist die Wintersonnenwende, am 21. Dezember.
Inhaltsstoffe
- Viscotoxin
- Cholin
- Bitterstoffe
- Viscin
- Magnesium
Die Mistel als Räuchermittel
Verwendete Teile
Zum Räuchern verwenden wir alle Teile der Mistel
Ernte
Am besten in einer Vollmond oder Neumondnacht im Herbst oder Frühling
Wirkung beim Räuchern
- Verändert langsame negative Schwingungen in lichtere höhere Schwingungen
- Sie transformiert
- Wirkt sehr stark schützend
- eröffnet uns die Welt der Träume und lässt uns Träume besser verstehen
- Eröffnet unsere inneren Welten, indem sie Licht ins Unbewusste bringt
- Sie kann uns unsichtbar machen
Die Mistel als Heilmittel
Misteltee
Misteltee muss immer kalt angesetzt werden, da sich die schwach giftigen Stoffe im kalten Wasser nicht auflösen und der Tee daher unbedenklich getrunken werden kann.
Es empfiehlt sich, 1 Teelöffel Mistelkraut (ohne Beeren) in etwa einem halben Liter kaltem Wasser anzusetzen und dies dann 5-10 Stunden stehen zu lassen, bevor es schluckweise getrunken wird.
Dieser Misteltee hilft bei hohen Blutdruck, Arterienverkalkung und bei einem „unruhigen Herz“. Er kann allerdings auch zur Steigerung von Stoffwechsel und Verdauung getrunken werden. Ebenso hilft dieser Misteltee bei Kopfschmerzen und Schwindel, er stärkt auch die Nerven und mindert Wechseljahrbeschwerden. Anscheinend ist die Mistel wirklich ein Allheilmittel.
Das Alter einer Mistel bestimmen
Das Alter einer Mistel kann sehr einfach bestimmt werden. Man zählt einfach die Anzahl der Verzweigungen vom Stamm weg am längsten Ast. Im Idealfall sind alle Äste gleich "lang" bzw. weisen die gleiche Anzahl von Verzweigungen auf. Dadurch kommt auch das kugelförmige Aussehen der Mistel zustande.
Ursache ist das Wachstumsverhalten der Mistel, sie wächst jedes Jahr um genau eine Verzeigung, mit jeweils zwei neuen kleinen Ästen aus einem einzelnen Ast, bzw. Knospenauge.
Diese Theorie stimmt meiner Erfahrung nach übrigens nicht immer, manchmal zweigen auch bis zu vier neue Äste aus einem Doppelknoten ab.
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Video zur Mistel
Buchtipps
Wenn Sie die Inhalte dieser Seiten vertiefen möchten finden Sie hier ein paar Buchtipps.









