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Der Rosmarin - Rosmarinus officinalis
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Familie der Lippenblütler
Der Duft des Rosmarins ist den meisten Menschen wohlbekannt. Schließlich gehört er zu den viel verwendeten mediterranen Küchenkräutern und wir denken sofort an die italienische Küche, wenn wir Rosmarin riechen oder schmecken. Rosmarin ist keine heimische Pflanze. Er ist auch sehr frostempfindlich. Wenn wir ihn anpflanzen empfiehlt es sich auf jeden Fall, ihn über den Winter zu schützen, oder ganz ins Haus herein zu holen. Meine eigenen Rosmarinstauden wachsen allerdings so geschützt, dass sie trotz fehlender Pflege die vergangenen Winter gut überstanden haben. Im Rosmarin wirkt feurig wärmend. Sein Wesen entzündet den Geist und feuert den Körper an |
Geschichte und Mythen
Rosmarin war als immergrüne, stark duftende Pflanze dem Mysterium von Leben und Tod geweiht. Er galt als Zeichen für die Wiederkehr des Vergangenen und stand für ewig währende Treue und Loyalität.
Bereits im Altertum war er der griechischen Göttin Aphrodite geweiht. Wie wir wissen, war sie die Göttin der Schönheit und der Liebe. Rosmarin gehört auch zu den aphrodisierenden Pflanzen, da er das Blut in den Unterleib bringt und auch die Herztätigkeit anregt. Rosmarin weist noch viele weitere anregende und erregende Eigenschaften auf und wurde deswegen in vielen Liebesrezepten und -räucherungen verwendet. Rosmarin war auch eine wichtige Pflanze für Hochzeiten. Er wurde auf unterschiedlichste Weise bei Hochzeitszeremonien eingesetzt. So wurde er beispielsweise den Gästen angesteckt, oder der Bräutigam trug einen kleinen Rosmarinkranz in den Händen. Heute wird Rosmarin wieder verstärkt in Brautsträuße gebunden – alte Brauchtümer scheinen wieder entdeckt zu werden – das ist schön.
Rosmarin war aber nicht nur mit der Liebe verbunden. Er stand auch in engem Zusammenhang mit dem Tod. Er hilft uns beim Abschiednehmen von einem geliebten Menschen. Er hilft beim Trauern und beim Loslassen. Er weiß um Sterbeprozesse Bescheid und kennt sich mit dem Tod und mit der Unterwelt bestens aus. Früher wurde er deshalb auch bei Übergangsriten aller Art eingesetzt. In Italien wird der Rosmarin auch bei Beerdigungen verwendet, wo der Tote mit einem Rosmarinzweig, der in Weihwasser getaucht wurde, besprenkelt wird. Auch die Gäste der Beerdigung tragen einen angesteckten Rosmarinzweig.
Gesundheit
Rosmarin ist eine seht stark anregende und kräftigende Pflanze. Er stimuliert das Nervensystem. Da er zu den trockenen und warmen Pflanzen zählt, hilft er als solche immer dann, wenn der Körper kalt und träge ist und somit einer Aufmunterung bedarf. Er wird angewendet bei Erschöpfung, Depressionen, Trägheit und Gedächtnisschwierigkeiten. Er fördert die Durchblutung des Gehirns und ist eine echte Alternative als Stimulanz jenseits von Koffein. Überhaupt findet er Einsatz in der Geriatrie.
Rosmarin stärkt das Herz und lässt es kräftiger schlagen. Somit hat er positive Wirkung auf den gesamten Kreislauf. Besonders zu empfehlen ist er Menschen, die ständig kalte Füße haben, an Durchblutungsstörungen oder aber zu niedrigem Blutdruck leiden. Er fördert auch die Verdauung und macht schwere Braten leichter verdaulich. Ebenso hilft er bei Koliken und Völlegefühl.
Eingenschaften und Wirkungsweise
- schmerzstillend
- belebend
- anregend
- muskelanregend (nicht für Schwangere geeignet)
- durchblutungsfördernd
- kräftigend auf den Herzmuskel
- krampflösend
- pilztötend
- aufheiternd
Heilzwecke
- Erschöpfungszustände
- Kreislaufbeschwerden
- Durchblutungsstörungen
- Niedriger Blutdruck
- Altersherz
- Nervöse Herzbeschwerden
- Nervöse Kreislaufbeschwerden
- Narbenschmerzen
- Nervenschmerzen
- Erkältungskrankheiten
Vorkommen
Rosmarin ist eine mediterrane Pflanze und kommt deswegen natürlich eher im Mittelmeerraum vor. Bei uns wird er gepflanzt und es wird empfohlen, die Pflanze im Haus zu überwintern oder im garten sehr gut vorm Frost zu schützen.
Sammeltipps
Die Blätter können das ganze Jahr über frisch geerntet werden. Will man Rosmarin trocknen würde ich empfehlen im Hochsommer ganz junge Triebe zu schneiden und zu trocknen.
Inhaltsstoffe
- Ätherisches Öl
- Cineol
- Borneol
- Kampfer
- Bitterstoffe
- Gerbstoffe (Rosmarinsäure)
- Flavonoide
- Carnolsäure (bitter)
Rosmarin als Räuchermittel
Wird Rosmarin verräuchert, verscheucht er schwere Gedanken und Eifersucht (Belastung durch Besitzdenken). Er öffnet das Herz und steigert unsere Bereitschaft loszulassen. Er ist daher besonders Menschen zu empfehlen, denen es schwer fällt zu verzeihen, sei es, weil ihnen ungeheuerliches angetan wurde, oder weil sie selbst das Leid nicht loslassen können, weil sie es noch für irgendetwas brauchen. In der Hinsicht hilft es bei enttäuschter oder betrogener Liebe.
Rosmarin kann auch Menschen helfen, die besonders hohe Ideale haben bzw. sehr hohe Ansprüche an sich selbst stellen und immer wieder einmal an ihren eigenen Ansprüchen scheitern. Der Schutzwall, den sie sich aus diesem Grund um ihr Herz aufgebaut haben, kann durch Rosmarinräucherungen durchlässiger werden. Rosmarin stärkt auch das Bewusstsein für den eigenen Wert.
- Herzöffnend
- Stärkt das Herzchakra
- Aphrodisierend
- Anregend
- Reinigend
- Schützend
- zentrierend
- Sehr gut für Liebesräucherungen geeignet
- Hilft beim Trauern
- Hilft beim Loslassen
- Führt verstorbene Seelen ans Licht
- Führt uns gut durch Depressionen
- Wird für Übergangsriten verräuchert
Rezepte zur Heilanwendung
Rosmarinwein
1 Handvoll Rosmarin
1 Liter guter Weißwein
Den Rosmarin einen Tag lang im Wein ziehen lassen. Danach abgießen und täglich 1 Stamperl davon trinken
Rosmarintinktur
1 Handvoll Rosmarin
½ Liter hochprozentiger Alkohol
Den Rosmarin in ein verschließbares Gefäß geben, mit Alkohol übergießen, so dass alle Pflanzenteile im Alkohol sind. 2 Wochenlang stehen lassen und danach abfiltern. In kleinen Fläschchen aufbewahren. Ist gut als wärmende, durchblutungsfördernde Einreibung geeignet.
Aphrodisierender Badezusatz
1 Hand voll Rosmarin
1 Handvoll Melissenblätter
½ Handvoll Rosenblüten
2 Zimtstangen
Alle Zutaten 5-10 Minuten kochen lassen und dann dem Badewasser zugeben.
Rezepte für die Küche
Rosmarinkekse
220g Dinkelmehl
50g Butter
25 g Zucker
1 EL Rosmarin, fein gehackt
1 Ei
etwas Milch, eine Prise Salz
Aus allen Zutaten einen Teig herstellen und etwas rasten lassen. Den teig ausrollen und Kekse ausstechen. Mit Milch bestreichen und bei 220 Grad 10 Minuten backen.
Rosmarinbrot
500g Mehl
350 ml lauwarmes Wasser
25 g Germ
2 El Gries
1 TL Honig
75 ml Olivenöl
50g Rosinen
1 TL Meersalz
3 Zweige Rosmarin
Den Germ mit dem Honig, etwas Mehl und 1 EL lauwarmem Wasser verrühren und stehen lassen. Die Rosmarinstiele von den Zweigen zupfen und fein hacken. 1/3 davon beiseite legen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den restlichen Rosmarin zugeben und bei mittlerer Hitze anbraten. Dann das Öl durch ein Sieb gießen. Aus dem Mehl, dem Hartweizengrieß, dem Germ, dem Öl, dem Salz und dem lauwarmem Wasser einen Teig kneten. Den Teig an einem warmem Ort zugedeckt 1 Std. gehen lassen. Danach den Teig nochmals gut kneten und die restlichen Rosmarinnadeln und die Rosinen untermischen.
Zwei Brotlaibe formen und nochmals ca. 15 min. gehen lassen. Laibe auf der Oberseite rautenförmig einritzen, mit Olivenöl bestreichen und bei 200° 30 Min. backen.
Aus dem Teig kann auch 10-12 kleine Brötchen formen
Medidation
Ja... nun bist du hier... in diesem Wald... du siehst die Bäume rundum und die anderen, die mit dir hier sind. Du spürst den Kontakt, den deine Füße mit dem Boden haben, (den Po, der die Unterlage/den Boden berührt) die Temperatur des Waldes auf deiner Haut. Du kannst deinen Atem beobachten und meiner Stimme zuhören, und all das ist wie eine Einladung, nun mit mir auf eine stille Erlebnisreise zu gehen, die dich tiefer und tiefer in die Entspannung führt. Niemand wird etwas dagegen haben, wenn du nun für eine Weile die Augen schließt, weil du weißt, wie angenehm das ist... jetzt... Dich vielleicht noch einige Male streckst oder eine noch angenehmere Position für dich findest, eine Position deines Körpers, die dich einlädt... Schön...!
Und während du dich noch fragen magst, was es wohl genau ist, was du nun hier im Wald erleben wirst, hat ein Teil von dir sich innerlich bereits darauf eingestellt, dieses Loslassen zu genießen... eine abenteuerliche Reise nach innen... eine Reise ins Reich der Natur... Naturgeister vielleicht gar... wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht... angenehm, nicht wahr!
Du kannst dich an beliebige angenehme Erlebnisse erinnern... auf deine Weise... einen Wald erleben...
All die Bilder... Geräusche... Gefühle.... und deine Augen, die früher oder später ganz schwer werden... sich vielleicht schon lange nicht mehr offen halten können... einfach geschehen lassen... mit angenehmer Leichtigkeit... einer so leichten Schwere oder schweren Leichtigkeit... Weil Entspannung für jeden anders ist...
Es ist wirklich vollkommen... in Ordnung, wenn du nun ganz die Ruhe spürst und dir innerlich sagst: Entspannen und still sitzen kann ich genauso genießen, wie alles andere... Augen schließen... ist eine wunderbare Möglichkeit, die Welt auf neue Weise zu erleben... Und auf diese Weise so wie tiefer zu sinken, mit jdem Ausatmen... Entspannung... Wohlbehagen... Neugierde... neues Erleben lernen... So wie es für dich passt, wie du es magst... All diese Dinge... dieses Licht, die Farben und Formen... die Klänge der Natur, dieser typische Duft, der dich einlädt...
Und du brauchst dieser Stimme nicht einmal mehr zuzuhören, weil ein Teil von dir unabhängig von den Worten, die diese Stimme spricht all die Worte hört, die nötig sind... richtig für dich... so wie es dich einlädt...
Und ich weiß nicht, wo in deinem Körper du diese Entspannung als erstes wahrnimmst. Vielleicht in einem Schulterblatt, in einem kleinen linken Zeh, oder irgendwo in deinen Beinen... oder dein Bauch jetzt beginnen kann...
Denn jetzt hast du die Bereitschaft, und das Vertrauen, mit mir diese Reise zu machen, tiefer, tiefer und immer tiefer... ist es nicht so?...
Gut! So ist`s gut! Vollkommen...
Vielleicht spürst du bereits oder stellst dir vor, wie aus deinen Füßen Wurzeln wachsen. Tiefer und tiefer in die Erde hinein... Ja! Wie ein Baum... dein Lieblingsbaum, oder irgendein anderer... Wurzeln wachsen... verzweigen sich mehr und mehr... und verankern sich fest und tief im Boden - kannst du Halt finden, der dich stärkt. Die Wurzeln, die dir Nahrung geben tief aus der Mutter Erde in deren Schoß du dich geborgen fühlst, wie immer schon...
Jetzt kannst du ohne alle Mühe ein Baum werden... wie von selbst und fühlen, wie das ist, wenn du kraftvoll, stabil und geerdet bist – du immer mehr und mehr voller Vertrauen in alles was gerade geschieht...
Hast du bemerkt, wie langsam, langsam deine Beine, dein Po, dein Bauch – der ganze Oberkörper zum Stamm des Baumes geworden sind – deine Wahrnehmungen noch nie so klar und deutlich gewesen wie – jetzt kannst du dich weiter von meiner Stimme forttragen lassen und das Verständnis in deinem Unterbewusstsein festigen, dass...
Als Baum kannst du das erleben, wie sich deine Arme auswachsen zu einer mächtigen Krone mit vielen Ästen, vielen Zweigen, vielen Blättern, die sich dem warmen Sonnenlicht entgegenstrecken... Wärme!... Sonnenstrahlen!... Ist das nicht wunderbar... wie du den kraftvollen Strom in deinem Körper fühlen kannst – du die Energie der Erde und des Himmels in dir fließen lassen und erlauben, dass es dich dahin führt, wo du immer schon hinwolltest. So ist's richtig!... Entspannen... Loslassen... Verstehen... weiter werden...
Und hast du jemals erlebt, wie du alles Gefühl für Zeit vollständig vergessen hast... versunken in dies oder jenes... Stunden wie wenige Minuten erschienen... wenige Minuten wie Stunden... Du kannst jedes Gefühl für Zeit verlieren...
Und du kannst alles, was du während dieser Reise erlebt hast vergessen, wie schon mal jemand einen Namen vergessen hat... sich daran erinnert, eine Weile später... du all diese Erinnerung zur Verfügung hast, wenn du sie brauchst, nachdem dein Unterbewusstsein daran gearbeitet hat... Du kannst Dinge vergessen und du kannst dich erinnern... du weißt so viele Dinge von denen du nicht weißt, dass du sie weißt...
Und du weißt, dass du künftig immer wieder an diesen Ort zurückkehren kannst - du diese Quelle deiner Kraft und inneren Ruhe genießen... die vielen Bilder, Eindrücke und Stimmen, die dich unterstützen... erinnern, wann immer du sie brauchst... jetzt.
Vielleicht spürst du bereits, wie ein sanfter Wind deine Blätter bewegt und du weißt, selbst wenn der Wind nun stärker und stärker wird... zu einem mächtigen Sturm, dass du in Sicherheit bist. Dass die Kraft deiner Wurzeln, die Stabilität deines Stammes dich trägt, weil du nicht nur stark und stabil bist, sondern auch beweglich und einfühlsam... kannst du dich beugen und verneigen, wo immer es nötig ist, selbst mit den ärgsten Stürmen mitzugehen ohne zu zerbrechen und dich durch Sanftheit behaupten wie Wasser, das sich ohne jede Mühe teilt wenn du dich zum Baden oder Schwimmen hineinbegibst und von seiner Weichheit tragen lässt – du dich vom Leben führen und leiten wie Holz, das auf dem Wasser schwimmt...
Vertrauen kannst du dem Leben, deinen eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, je öfter du dich an diesen Ort begibst. Und niemand kann dich zwingen, das zu tun, von dem du weißt, wie gut es dir tut mit all den Bildern, all dem Lauschen, all dem Fühlen... Wie schön du bist, so kraftvoll und sanft... Du!... Bist! Und das ist gut so, nicht wahr!... Jetzt.
Ich weiß nicht, wann du das erste Mal bemerkt hast, dass der Wald, die Bäume, die Natur dir helfen können, die Ruhe und Lebensfreude zu erfahren, die dir so wichtig sind. Und du kannst nun all dieses Wissen, diese Erfahrungen aus dieser Reise mitnehmen in dein Alltagsbewusstsein. Du wirst viel klarer, bewusster und konzentrierter sein, wenn du ganz bald wieder auftauchst und wirst dich an alle Einzelheiten des Waldspaziergangs jederzeit erinnern können, wenn du es willst und es für dich wichtig ist.
Du kannst nun langsam wieder zurückkehren an diesen Ort, in diesen Wald, in diese Zeit... jetzt!, nachdem du, was auch immer dein Unterbewusstsein an innerer Arbeit für dich getan hat, für diesmal beendet hast. Wissend, dass dein Unterbewusstsein mit dieser Arbeit jederzeit allein fortfahren kann, sogar in der Nacht, während du auf einer tiefen und entspannten Ebene schläfst, am Morgen erwachst, frisch und ausgeruht und bereit für den Tag.
Wenn du nun also so weit bist, zurückzukehren, beginne langsam von 10 bis 1 zu zählen. Nimm einige tiefe Atemzüge. Bei eins wirst du die Augen öffnen, hellwach und wieder ganz hier sein, erfrischt und ausgeruht und bereit für den Rest des Tages.
Bitte beachten - die Heilrezepte sind ohne Gewähr - vor der Anwendung ist immer ein ARZT zu kontaktieren !
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