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Die Vogelmiere (Stellaria media)

Familie der Nelkengewächse - Caryophyllaceae

 

Auf den ersten Blick ist die Vogelmiere sehr unscheinbar und klein. Sie wirkt unheimlich zart und ist doch unverwüstlich und voller Kraft. Eigentlich zählt sie zu den klassischen Unkräutern, denn sie wächst gerne rund um das Haus und hat auf den ersten Blick gar keine Besonderheiten.Und dennoch zählt sie für uns Menschen bereits seit der Jungsteinzeit als wichtige Begleiterin. Sie ist eine wahre Pionierspflanze, das heißt, sie siedelt sich dort an, wo vor ihr noch keine Pflanze wuchs.

Sie kann fast überall wachsen und erobert sich durch ihre kriechende Wuchsart still und heimlich, aber sehr effektiv ihren Raum. Ihre zarten weißen Blüten zeigt sie das ganze Jahr über. Ihr Name weist darauf hin, dass sie von den Vögeln als nahrhafte Kost geschätzt wird, die sogar unter dem Schnee noch wächst.

Auch für uns Menschen ist sie eine wertvolle Pflanze. Der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralien macht sie zu einer hilfreichen Unterstützerin bei jeder Frühjahrskur. Sie reinigt das Blut und die Haut von innen und gibt neue Kraft nach dem Winter.

Aus dem Kraut der Vogelmiere bereite ich sehr gerne frische Frühlingssalate oder einen Kräuteraufstrich, denn am besten schmeckt die Pflanze ganz frisch.

Sie ist auch eine wichtige Pflanze, die als Wetterprophetin dienen kann. Wenn ihre Blüten vollständig geöffnet sind, wird mindestens die nächsten vier Stunden lang die Sonne scheinen.

Eigenschaften und Wirkung

Schleimlösend
blutreinigend, blutstillend
harntreibend,
kühlend

Heilzwecke

Gegen Husten und Verschleimung der Bronchien
Bluthusten
Hämorrhoiden
Schilddrüsenfunktion
Hauterkrankungen (Ekzem, trockene Haut)
Schuppenflechte
Frühjahrsmüdigkeit

Vorkommen

Die Vogelmiere ist ein Bodenanzeiger für stickstoffhaltigen, vor allem aber sehr gesunden Boden. Wir finden sie bevorzugt rund um Häuser, in Gärten, an Wegrändern und an Waldrändern. Sie ist eine sehr anspruchslose Pflanze.

Sammeltipps

Die Vogelmiere wird am besten gleich nach dem ernten frisch in der Küche verwendet. Man kann sie eigentlich das ganze Jahr über sammeln, da sie sogar im Winter wächst und manchmal sogar unter der Schneedecke zu finden ist.

Besonders bekömmlich und vitamin- und mineralstoffreich ist sie allerdings im Frühling.

Inhaltsstoffe

Saponine – schleimlösend
Vitamin C 115mg/100g
Kalium 1870mg/100g
Kalzium 1210mg/100g
Zink
Cumarine

Rezepte zur Heilanwendung

Vogelmierentee

Tee aus frischen oder getrocknetem Kraut hilft bei Verschleimung der Bronchien, zur Anregung des Stoffwechsels und um rheumatische Beschwerden zu lindern.

Vogelmierensalbe

Hilft sehr gut bei extrem trockener Haut, bei Hautekzemen und vor allem bei Schuppenflechte.

15 g Vogelmierenölauszug
4 g Tegomuls
30 g Wasserphase (eventuell Aufguss von frischer Vogelmiere)
5-10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl oder Konservierungsmittel (Paraben K)

Rezepte für die Küche

Vogelmierensalat

Vogerlsalat

1 Hand voll frische Vogelmiere

1 Apfel Walnüsse

Salat und Vogelmiere gut waschen, mit dem klein geschnittenen Apfel und einigen angerösteten Walnüssen zu einem Frühlingssalat anrichten. Besonders gut schmeckt dieser Salat , wenn er zusätzlich mit einigen frischen Frühlingsblüten (Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut, veilchen,…) dekoriert wird.

Vogelmierensauce zum Dippen

1 Becher Sauerrahm

1 Becher Joghurt

eine Hand voll klein geschnittenes Vogelmierenkraut

salz und Pfeffer

 

Buchtipps

Wenn Sie die Inhalte dieser Seiten vertiefen möchten finden Sie hier ein paar Buchtipps.

Zitat

Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.
(Dt. Sprichwort)

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