Der Wacholder, Juniperus communis

" Vom Holunder sollst Du den Hut ziehen, vorm Wacholder niederknien“

 

Dem Wacholder hat in unserer Kultur eine ähnlich wichtige Bedeutung, wie der heilige Holunder. Auch in ihm wohnt eine gutmütige Erdgottheit, die dem Menschen wohlgesinnt ist. Wahrscheinlich zählt der Wacholder zu den ältesten Räucherpflanzen überhaupt, da sein Rauch keimtötend und desinfizierend wirkt und den Kontakt zu den Ahnen fördert.

Der Wacholder gehört, wie die Eibe, zu den  Bäumen, die mit dem Tod in direkter Verbindung stehen. Er wird auch heute noch bevorzugt auf Friedhöfen gepflanzt. Allerdings führt seine Kraft nicht in die dunkle Anderswelt, sondern bewirkt  die genaue Umkehr – sie führt oder begleitet die verstorbenen Seelen wieder in die Welt der Lebenden. Die früheren Beinamen der Pflanze verraten auch, dass dem Wacholder lebenserhaltende Kraft zugesprochen wurde. So hieß er auch Quickholder, Queckholder, Weckholder – er war der „Wach-halter“, der Wacholder eben.

Der Wacholder hatte  für unsere Ahnen  besonderer Bedeutung, weil er stark keimtötende und abwehrende Eigenschaften besitzt und deswegen ein sehr guter Beschützer vor Krankheiten war.  So war er immer ein wesentliches Hilfsmittel zu Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr, besonders natürlich zur Zeit der Pest.

Überhaupt gehörte der Wacholder zu  den Pflanzen, deren Heilkräfte hoch geschätzt wurden. Der Spruch „Vorm Holunder sollst du den Hut ziehen, vorm Wacholder niederknien“ weist sehr deutlich darauf hin, dass beide Bäume unheimliches Ansehen genossen und auf vielfältige Weise zu Heilanwendungen herangezogen wurde.

Der getrockneten Beeren, die wir vor allem als Küchengewürz kennen wirken

  • keimtötend
  • Abwehrkräfte stärkend
  • durchblutungsfördernd
  •   blutreinigend
  •   entwässernd
  •   stoffwechselfördernd
  •   verdauungsfördernd
  • entkrampfend
  • schmerzlindernd

Wirkungen beim Räuchern

  • Reinigend, weil er desinfiziert und keime abtötet
  • Bietet Schutz – vor bösen Geistern
  • Klärt die Aura
  • Fördert der Kontakt zur erde und zu den Ahnen

 

Rezepte zur Heilanwendung

Achtung, vor der Anwendung immer unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen - alle Angaben ohne Gewähr und Haftung !

Wacholderbeerentee

1 Tl Wacholderbeeren mit einer Gabel zerquetschen, damit die ätherischen Öle austreten können. Mit kaltem Wasser (250ml) ansetzen, dann erhitzen und kurz aufkochen lassen. Den Tee noch 10 Minuten ziehen lassen. Morgens und abends eine Tasse trinken.

VORSICHT: diese Teekur nie länger als 4 Wochen anwenden!

Bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Magenkrämpfen

zur „Durchspülung“ der Harnwege – auch bei Harnwegsinfekten

Kräuterhexentipp

In der kalten Jahreszeit kaue ich gerne täglich 1-2 Wacholderbeeren – dies stärkt die Anwehrkräfte und reinigt den Körper. 

Wacholder als Räucherpflanze

Wirkt reinigend – desinfizierend, wird auch zur Krankheitsabwehr geräuchert

Wirkt schützend – vertreibt „böse Geister“

Klärt die Aura und das Energiefeld

Verbindet uns mit unseren Ahnen

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Zitat

Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.
(Dt. Sprichwort)

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